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Schmerzen im Bewegungsapperat
Schmerz ist der Ausdruck einer gestörten Bewegung. Durch Ruhestellung vergeht der Schmerz momentan, das eigentliche Problem ist jedoch nicht behoben. Die Muskeln sind die einzige
Variable im Bewegungsvorgang, hier ist deshalb auch die Ursache der Störung zu suchen.
Um eine Bewegung auszuführen sind jeweils mindestens zwei, oft mehrere Muskeln notwendig. Eine Partie führt die Hinbewegung, die andere die Rückbewegung aus. Ist eine Partie der anderen
Kräftemässig überlegen, gerät die schwache zunehmend unter Druck. Ein solches Ungleichgewicht kann durch einseitiges Training (in fast allen Sportarten gegeben), durch Untertraining oder, am Verbreitetsten, durch
einseitige Belastung im Alltag entstehen. Im normalen Gebrauch wird dieses Ungleichgewicht nicht bemerkt. Bei einer schnellen oder plötzlichen Bewegung, einer speziell starken oder langen Belastung, wird der
schwache Muskel sich jedoch verkrampfen, um die Aktion zu stoppen und so sein Reissen zu verhindern. Diese Verkrampfung bleibt einige Zeit bestehen und macht sich mit Schmerzen bemerkbar.
Wird nun ruhiggestellt, massiert, Schmerzmittel genommen und gesalbt, entspannt sich der schwache Muskel zwar wieder, das Problem, nämlich seine Untertrainiertheit im Vergleich zum
Gegenspieler, bleibt bestehen. So ist es nur eine Frage der Zeit, bis es zu einer nächsten Verkrampfung kommt.
Zusätzlich kann ein zu schwacher Muskel sich nicht optimal verlängern, wenn der Gegenspieler arbeitet. Er wird die Bewegung vor dem Abschluss bremsen. Dadurch verschiebt sich der
Drehpunkt und es kommt zu einer einseitigen Belastung des Gelenks. Diese führt mit der Zeit zu Gelenksschmerzen, Knorpelabbau und Entzündungen. Eine Ruhestellung auf Dauer wirkt zwar Schmerzlindernd, verschlimmert
die Ursache jedoch zusehends, da die Muskulatur noch schwächer wird.
Fazit: Mit dem Wiedererlangen des Muskulären Gleichgewichts durch Stärkung der schwachen Partie wird dieser Vorgang gestoppt und der Ablauf regeneriert. Beim gesunden
Bewegunsapparat wird durch das bewusste Training von allen beteiligten Muskelgruppen ein Ungleichgewicht im Vornherein verhindert. Nach Verletzungen eignet sich das Bewegungs- Repertoire des WT speziell gut, um
Reha-Massnahmen durchzuführen. Die Herstellung des muskulären Gleichgewichts lindert oder beseitigt ursächlich die Gründe für all die Schmerzen, die in unserer Zeit die Menschheit plagen: Von Migräne über den
Tennisellenbogen bis hin zu den weit verbreiteten Rückenschmerzen.
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